Mittwoch, 24. Juni 2020

Gartenzauber: Wer fliegt denn da?

Gartenvögel vor unserer Tür

Amsel, Drossel, Fink und Star… und die ganze Vogelschar …

Na, könnt ihr dieses Lied mitsingen? Ihr kennt es ganz bestimmt!

"Alle Vögel sind schon da", so heißt das Lied von Hoffmann von Fallersleben, das wir sicher alle schon einmal gesungen haben. Vielleicht seid ihr ja heute Morgen vom Vogelgezwitscher aufgewacht?

Aber wisst ihr auch, welche Vögel in unseren heimischen Gärten und in der freien Natur singen und zwitschern?

Wir stellen euch einige vor, vielleicht könnt ihr sie ganz bald im Garten oder auch vom Fenster, oder vom Balkon aus beobachten.

Beginnen wir mit der Amsel – die Amsel gehört zu den Drosselarten und ist die Vogelart, die ihr am häufigsten antreffen werdet.
Ihr erkennt die Amselmännchen recht leicht an ihrem schwarzen Gefieder und ihrem gelben Schnabel. Die Weibchen dagegen haben ein komplett braunes Gefieder. Amseln sitzen gern auf Ästen oder Häuserantennen und erfreuen uns mit ihrem Gesang. Man findet sie aber häufig auch am Boden auf Nahrungssuche. Zu den Leibspeisen der Amseln gehören neben vegetarischen Spezialitäten, wie z.B. Beeren, auch Würmer, Schnecken und Insekten, die sie auf dem Boden lauschend zu erbeuten versuchen.

Der Star ist buchstäblich “der” Star unter den Singvögeln, denn er hat eine ganz besondere Fähigkeit: Er kann viele andere Vogelstimmen nachahmen und trägt dazu ein purpurnes und weiß geflecktes Federkleid. Wenn er um ein Weibchen wirbt, dann singt er lautstark und begibt sich in eine typische Pose mit abgespreizten Flügeln. Ein ganz besonderes Schauspiel ist es, wenn man riesige Starenschwärme dabei beobachten kann, wie sie sich zu einem Schlafplatz begeben oder von dort am nächsten Morgen wieder wegfliegen.

Mit ihrem schwarz-weiß-blauen Gefieder ist die Elster, die zu den Rabenvögeln gehört, ganz eindeutig erkennbar. Man kann sie häufig in den Hinterhöfen der Stadt beobachten und vor allem auch hören. Die Elstern verteidigen ihr Revier nämlich mitunter sehr lautstark oder warnen sich gegenseitig vor Feinden, wie z.B. dem Uhu.

Ihren Ruf nennt man auch „schäckern“. Habt ihr schon einmal von der „diebischen Elster“ gehört?

Der Name kommt daher, dass die Elstern gemeinsam auf Nahrungssuche gehen – und zwar bei anderen Vögeln, wo sie gern plündern. Die Elster gehört zu den intelligentesten Vögeln und zeigt auch ein spezifisches Sozialverhalten. Elsterpaare bleiben bis zu 15 Jahren zusammen. Mitunter sucht sich eine Elster auch einen ungewöhnlichen Platz zur Nahrungssuche: Auf dem Rücken von Pferden oder Kühen zum Beispiel. Dort suchen sie im Fell nach Nahrung und entfernen auf den Tieren gleichzeitig lästige Parasiten.

Die Blaumeisen sind mit ihrem blauen „Kopfschmuck“ auf dem weißen Köpfchen und mit ihrem schwarzen Streifen auf Höhe der Augen ebenfalls leicht zu erkennen und häufig in unseren heimischen Gärten zu beobachten.

Blaumeisen sind sehr lebhaft und unterhalten uns als heimische Singvögel mit einem abwechslungsreichen Gesang.

Die Blaumeise hat zahlreiche Feinde, zum Beispiel Parasiten, Katzen, Raubvögel und den Klimawandel. Im Frühjahr 2020 wurde ein erhöhtes Blaumeisensterben beobachtet, dass man sich zunächst nicht erklären konnte. Nun steht fest, dass die Ursache für das erhöhte Sterben der kleinen Singvögel eine Lungenentzündung ist, die durch ein Bakterium übertragen wird.

Falls du der Blaumeise oder anderen Vögeln das Brüten leichter machen möchtest, dann schau‘ dir unseren Bauplan für einen Nistkasten an.